Der Irrtum einer Diktatur

besteht darin, dass der Diktator sich, anders als er glaubt, nicht frei macht, sondern immer mehr Angst haben muss. Er fürchtet das Volk, dass einer von denen, die nach seiner Pfeife zu tanzen haben, nicht mitmacht und das konsequent. Das gleichen sie mit der stärksten Droge aus. Macht. Wie jede, verlangt sie nach immer mehr. Immer härtere Machtausübung bringt mit sich, dass er alle verschwinden lässt, von denen er meint, sie können ihm  gefährlich werden. Seine Stärke basiert auf zwei Schwächen:

Fehlende Erkenntnis und Menschenverachtung.

Wir haben Demokratie und wählen unsere Vorturner. Nur auch diese können es nicht lassen. Menschen verschwinden lassen hätte ein übles Nachspiel. So toben sie sich an anderen Individuen aus. Was spendet im Frühling frisches Grün und Vogelgezwitscher, im Sommer Schutz vor Sonne und Regen, im Herbst Früchte und buntes, raschelndes Laub. Im Winter sind sie besonders fotogen. Gern staunen wir über ihre Größe und ihr Alter. Unsere Bäume, das weiß doch jeder. Wir brauchen die Lebensspender, auch wenn aufgrund der Gravitation ab und zu etwas zur Gefahr wird. Das ist Physik. Hier geht es aber um Wichtigeres. In Waren werden auffallend viele Bäume zur Gefahr für die 'Verkehrssicherheit'. Oft die, die Millionären, Hoteliers und  Gastronomen die Aussicht auf die Müritz versperren. Man lässt sie kurzerhand verschwinden. Zieht die Parole 'Verkehrssicherheit' nicht, verschwinden sie des Nachts. Geht Beides nicht, werden sie mit scharfer Kette enthauptet. Pflegemaßnahme! Dann sehen wir, wie der Stamm mangels Photosynthese vertrocknet. Biologie. Ist er tot, muss nur noch mal die Säge ran. Im Palast am Amtsbrink ist der Beweis erbracht, dass es, analog zur Diktatur, folgenlos bleibt, wenn man weder auf die Mehrheit der Bürger noch die Natur Rücksicht nimmt.

Naja, ein verantwortungsbewusster Bürgermeister lebt eben Verkehrssicherheit. Das fordert klare Entscheidungen. So müssen nun 5 Pappeln am Ufer verschwinden. Fehlt noch ein Gutachten. Dies wird wieder erbringen, dass manchmal was runterfällt (wir wissen: Gravitation). Umweltschutz? Jadoch! Aber nicht zum Preis der..., wir ahnen es: 'Verkehrssicherheit'.

Warum werden aber nicht die älteren knorrigeren Pappeln direkt daneben, über dem großen Spielplatz abgesägt? Haben etwa die Gastronomen lauter geschrien als die Kinder auf dem Platz? Ich weiß es nicht. Ihrer Rechtschreibung nach...

 

habe den Text auf dem Aufsteller inhaltlich & orthografisch korrigiert

Unsere Stadt ist inzwischen ziemlich kahl. So kann darin unser guter Verwaltungschef ruhig schlafen, ganz im Unterschied zum bösen Diktator in seinem goldenen Palast.

Zuletzt sah ich im TEDI Aufpuste-Palmen. Davon kaufe ich 50. Ich fülle heimlich Blitzbeton rein. Unserem Bürgermeister borge ich meine große Flex, damit er weiter seines Amtes waltend, sie eindrucksvoll einsetzen kann.

Besser als Diktatur, oder?


Nicht eine Kasparpuppe zogen Linke und „Christ“demokraten aus der Kiste,

sondern eine versenkte Idee. Die zur Ortsumgehung. Die Pläne sind schon vergilbt und eine CD mit der verfälschten, milden Visualisierung hatte Staub angesetzt. So liegt der See noch heute unverbaut und ruhig da. Es gab mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 ein Plebiszit. War das Ergebnis nicht, dass die Warener KEINE Umgehung wünschen? Waren es nicht 59%? Ein anderes Ergebnis hätte mich verwundert. Aber weder PS-Freaks noch Lärmgeplagte können sich arrangieren und kultivieren ihre Wut bis heute.

Eine dicke Betonbrücke über den Tiefwarensee sollte alle Verkehrsströme verbinden. Nur diese Lösung bringt messbar kürzere Fahrzeiten für die gummibereifte Logistik, so das hehre Ziel des Straßenbauamts. Logisch, dass, in solchen Sachzwängen gefangen, der keineswegs lobbygesteuerte Herr Dobrindt unser Geld nur in diese Variante  versenken wird.

Nur, wieso ist Toralf Schnur gegen die Umgehung?

Ein F.D.P.-Kämpe nicht unternehmernah? Könnte es daran liegen, dass die Brücke fast über sein Haus führen würde? Sicher nicht! Er vertritt uneigennützig nur das, was er als unsere Interessen vermutet.

Wieder ist Wahljahr. Wieder wollen unsere holden Vertreter für alle alles besser machen. Zuerst sind dazu die Wähler in der Strelitzer- und Mozartstraße einzufangen. Dann darf der Quatsch eigentlich wieder in die Kiste. Nun ist das Thema einmal losgetreten, da kann die Verwaltung doch eine erneute Befragung starten! Damit sie nun besser passt. Also diesmal bei den Anwohnern der beiden genannten Straßen und zudem beschränkt auf die, die im Tiefwarensee angeln. Eine optimale Lösung wurde schon erarbeitet:

Es wird gemunkelt, dass man auch LKW-Spediteure abstimmen lässt. Dann punktet wohl eine andere Lösung, die auch schon in einer Schublade schlummert   --> rechts

Sie bringt mit Abstand die kürzesten Fahrzeiten. Auch können die Verkehrsströme, da das vierspurig geplant ist, praktisch beliebig weiterwachsen.

Dem karierten Dobby aus Bayern wäre sie so gesehen, sicher auch recht.

 

 

Nur eins verbietet sich: "Verkehrsströme" zu hinterfragen. Knapp zwei Drittel des motorisierten Verkehrs ist, so eine Erhebung 2012-2013, „Quell- und Zielverkehr“, für uns erkennbar an den Autokolonnen: MÜR, MSE, MÜR, MSE, MÜR. Ob die kürzer oder leiser werden, wenn Ihr Eisenbahnstrecken und Güterverladestellen aufgebt, fast alle Gewerbeansiedlungen keine Gleisanschlüsse bekommen, innerorts keine Radwegverknüpfungen aber Parkhäuser geplant werden und man zum günstig Einkaufen an den Stadtrand fahren muss?

Ihr werdet wieder richtig entscheiden. Lärmschutzfenster und andere Maßnahmen mit anteiligen Kostenübernahmen durch den Bund gibt es nicht, solange eine Umgehungsstraße in Aussicht steht und auch nicht, wenn die B-Straßen zwar verlegt, aber nur ein knappes Drittel des Verkehrs mit 80 oder 100 Sachen über den Tiefwarensee donnert.

Erst mal sind Wahlen. Da gilt es für Politiker, Aufmerksamkeit zu erheischen. Über Sinn oder Unsinn nachdenken, ist gerade nicht dran.


Tempolimits                                                                                    7.7.17

Politiker wissen um Volkes Wille. Darum beschließen sie, was gut für alle ist. Bei der DIE LINKE hat das Tradition. Dieser Günter war in der DDR für die Planwirtschaft zuständig. Er legte fest, dass der Trabi von 1964 für das Volk reicht und zwar für immer. Neue Entwicklungen verbot er persönlich. Selbst fuhr er aber lieber einen dicken Volvo. Die Bakelitdosen waren bei 30 Knoten dreckiger und lauter, als jedes Westauto bei 160 Sachen. Krebs-erregende blaue Wolken aus halbverbranntem Öl waberten durch die Straßen. Es stank erbärmlich. Irgendwann wollten fast alle die DDR und absolut alle den Trabi nicht mehr. Nur der Machtverlust, der wurmt die Genossinnen & Genossen bis heute. Nun fiel den DIE LINKEN neben der Müritz ein, unserer ganzen Stadt, so auch auf dem vierspurigen Schweriner Damm freundliche zu verordnen. Ob da dass Straßenbauamt bezüglich der Durchfahrzeiten mitmacht? Ihr Kalkül: Zuckeln alle im 2. Gang, verdoppeln sich Verbrauch und Abgase. Dann duftet es wieder fast wie in der guten alten Zeit. Damit müssen doch Wahlen zu gewinnen sein.

Am 24. September, bei den Bundestagswahlen wollen sie so oder ähnlich in allen Städten punkten. Die FDP macht nicht mit, weil ihre Alphatiere 250 PS unter der Haube haben. Die CDU auch nicht, weil das ja nicht schon immer so war.  Aber der Rest. Sorry, die Grünen auch nicht. Die wollen Tempo 20.

Zur Wahl stellen DIE LINKEn die Mehrheit an Kandidaten der neu gebildeten Nationalen Front. Der Rest von AlternativenFürDeutsch, umbenannt in LDPD ist dabei, ebenso, wie Frau Zutts teutonische Truppe. Die firmiert wieder unter NDPD. Nach Plan

wollen, nein werden sie so 99,85 % einfahren. Glaubt Ihr nicht?

Ich habe einen Testdruck des Parteiorgans ergattert.

Die fehlenden 0,15 Prozent denken sie, selbst zu verbocken:

In die Jahre gekommen, werden Genossinnen & Genossen schon mal Kreuzchen auf die Tischplatte oder auf die Rückseite der Wahlzettel kritzeln. Passiert halt.

 

 

 

Alles Quark. Die Wahlen gewinne ich!